Ein Website Relaunch ist mehr als ein neues Design. Es ist die Chance, Ihren gesamten digitalen Auftritt auf ein neues Niveau zu heben — oder eine teure Enttäuschung, wenn man ohne Plan vorgeht.
Diese Checkliste führt Sie durch die zehn wichtigsten Schritte. Egal ob Sie den Relaunch selbst umsetzen oder mit einer Agentur arbeiten — diese Punkte sollten Sie kennen.
1. Bestandsaufnahme: Was funktioniert, was nicht?
Bevor Sie irgendetwas Neues planen, analysieren Sie den Ist-Zustand. Schauen Sie sich Ihre Google Analytics Daten an: Welche Seiten werden besucht? Wo springen Nutzer ab? Wie lange bleiben sie?
Prüfen Sie Ihre aktuelle Website auf technische Probleme: Ladezeit (Google PageSpeed Insights), mobile Darstellung, defekte Links, veraltete Inhalte.
Fragen Sie Ihre Kunden ehrlich: Was denken Sie über unsere Website? Die Antworten sind oft überraschend — und immer wertvoll.
2. Ziele definieren
Ein Relaunch ohne klare Ziele ist wie eine Renovierung ohne Plan. Definieren Sie messbare Ziele: Mehr Anfragen über das Kontaktformular. Bessere Google-Rankings für bestimmte Keywords. Schnellere Ladezeiten. Professionelleres Erscheinungsbild.
Schreiben Sie die drei wichtigsten Ziele auf und bewerten Sie am Ende des Projekts, ob sie erreicht wurden.
3. Inhalte inventarisieren
Erstellen Sie eine vollständige Liste aller bestehenden Seiten und Inhalte. Entscheiden Sie für jede Seite: Übernehmen, überarbeiten oder löschen?
Die meisten Websites haben mehr Seiten als nötig. Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, aufzuräumen. Weniger Seiten mit besserem Inhalt schlagen immer mehr Seiten mit mittelmäßigem Inhalt.
4. SEO-Grundlagen sichern
Dieser Schritt wird am häufigsten vergessen — mit fatalen Folgen. Wenn Sie URLs ändern, gehen ohne Weiterleitungen alle bestehenden Google-Rankings verloren.
Erstellen Sie eine Redirect-Map: Alte URL → Neue URL. Jede einzelne Seite braucht eine 301-Weiterleitung. Sichern Sie Ihre bestehenden Meta-Titles und Descriptions. Und informieren Sie Google über die Änderungen via Search Console.
5. Technologie wählen
Die Wahl der richtigen Technologie bestimmt, wie schnell, sicher und zukunftsfähig Ihre neue Website sein wird.
WordPress ist nach wie vor eine Option für content-lastige Seiten mit vielen Redakteuren. Für Unternehmenswebsites, die vor allem Kunden überzeugen sollen, empfehlen wir moderne Frameworks wie Next.js: schneller, sicherer, flexibler.
Fragen Sie Ihren Anbieter, warum er eine bestimmte Technologie empfiehlt. Die Antwort sollte sich auf Ihre Bedürfnisse beziehen, nicht auf seine Gewohnheiten.
6. Design mit Strategie
Gutes Design ist nicht Dekoration — es ist Kommunikation. Ihr Design sollte drei Fragen beantworten: Wer sind Sie? Was bieten Sie? Warum sollte ich Ihnen vertrauen?
Achten Sie auf klare Hierarchie, konsistente Typografie, professionelle Bilder und eine eindeutige Handlungsaufforderung auf jeder Seite. Und testen Sie das Design auf dem Smartphone — dort werden es die meisten Besucher sehen.
7. Inhalte erstellen
Texte, die für Suchmaschinen optimiert sind, müssen nicht steril klingen. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Algorithmen. Aber integrieren Sie relevante Keywords natürlich in Überschriften, Fließtext und Meta-Beschreibungen.
Investieren Sie in professionelle Fotos. Stockfotos erkennt jeder — und sie kommunizieren eine Botschaft, die Sie nicht wollen: "Wir haben uns keine Mühe gegeben."
8. Testen, testen, testen
Vor dem Go-Live gehört ein gründlicher Test auf die Checkliste. Funktionieren alle Links? Sieht alles auf Smartphone, Tablet und Desktop gut aus? Funktioniert das Kontaktformular — kommen die E-Mails an? Stimmen die Ladezeiten? Sind alle Bilder optimiert? Ist das Impressum und die Datenschutzerklärung aktuell?
Lassen Sie mindestens drei verschiedene Personen die Website testen, die nicht am Projekt beteiligt waren. Frische Augen finden Fehler, die man selbst übersieht.
9. Go-Live planen
Der Launch sollte nicht an einem Freitagnachmittag passieren. Planen Sie den Go-Live an einem Dienstag oder Mittwoch vormittags — so haben Sie die ganze Woche, um eventuelle Probleme zu beheben.
Stellen Sie sicher, dass die DNS-Umstellung vorbereitet ist, alle Redirects aktiv sind, Google Analytics und Search Console auf die neue Seite zeigen, und jemand erreichbar ist, falls etwas nicht funktioniert.
10. Nach dem Launch: Messen und optimieren
Ein Relaunch ist kein Endpunkt, sondern ein Startpunkt. Beobachten Sie in den ersten Wochen genau, was passiert: Wie entwickeln sich die Besucherzahlen? Gibt es 404-Fehler in der Search Console? Wie verhalten sich die Google-Rankings?
Passen Sie an, was nicht funktioniert. Und bauen Sie auf dem auf, was gut läuft.
Fazit
Ein Website Relaunch ist eine Investition — in Ihre Marke, Ihre Sichtbarkeit und Ihr Geschäft. Mit der richtigen Vorbereitung wird er zum Sprungbrett. Ohne Vorbereitung zum teuren Risiko.
Sie planen einen Relaunch und wünschen sich einen Partner, der auf jedes Detail achtet? Bei KNEEBYTE begleiten wir Sie von der ersten Analyse bis zum erfolgreichen Launch — transparent, persönlich und mit dem Anspruch, Großartiges zu liefern.
